Heute geht’s rund

Irgend etwas muss im Sauerteig drin sein, das süchtig macht. Auf jeden Fall habe ich gerade schon wieder ein Brot gebacken. Hat ja was für sich wenn die Brote klein sind, dann kann man ganz oft Neue backen.
Heute ist es rund geworden:

Bestehend aus:

400g Roggensauerteig
500g Roggenmehl (1150)
2 EL Roggenschrot (eingeweicht zusammen mit 1 EL Honig)
gut geknetet, rund gewirkt, 1 Stunde geruht, 45 Minuten gebacken und *mjamm* …..freue mich auf’s Frühstück.

Was bin ich ?!?

Na, was bin ich?

Nein, ich bin auch kein Hefezopf, auch wenn ich zugegeben so ähnlich aussehe. Aber ich schmecke viiiiiel besser 😉

80g Butter und 80g Zucker in 100ml warmer Milch auflösen und abkühlen lassen bis es nur noch handwarm ist. 1 1/2 Eier – das halbe nicht wegwerfen, wird gleich noch gebracht – schaumig schlagen und unterrühren. Dann 150g Dinkel-Sauerteig (genau, hier kommt mein Giesbert wieder zum Einsatz!) dazu, eine Priese Salz, eine Priese Zimt und so viel Dinkelmehl (knapp 500g) dazu bis es ein gut knetbarer Teig mit gut viel Spannung wird. 10 Minuten ruhen lassen und dann in halbwegs gleiche Portionen schneiden, Stränge wirken und flechten. Mit Wasser einsprühen und ab in den Ofen und – halt nicht einschalten – bei eingeschalteter Lampe, was so um die 35°C ergibt, eine Stunde gehen lassen. Nach dieser Stunde raus damit und Ofen vorheizen. Den Zopf so lange abgedeckt liegen lassen. Wenn der Ofen so weit ist den Zopf mit Eiermilch (genau hier ist das halbe Ei von vorher = 1 Eigelb geblieben) einstreichen und gut 30 Minuten backen. 10 Minuten bei 220°C und den Rest bei 180°C.

Ach ja und die Rosinen sind Schokotropfen und ich habe sie auch beim Backen erst vergessen und kann nun berichten, wenn der Teig erstmal Spannung aufgebaut hat, wird’s mühsam sie noch gleichmäßig zu verteilen – aber es geht.

Hat jemand Bäckerhefe gefunden? 😉

Generation 7

Ja, schon wieder Brot-Bilder.

Generation sieben meines Sauerteiges wurde ein Monster. Heute habe ich meine ersten Gehversuche mit Quellstück gemacht, bestehend aus einer Hand voll Leinsamen und einer Hand voll Roggenschrot. Es ist jedoch nicht zu leugnen, dass ich die Feuchtigkeit des Selbigen deutlich unterschätzt habe. Ich kam nämlich auf die wahnwitzige Idee beim Zusammenrühren von Quellstück, Sauerteig und Mehl nochmals Wasser hinzu zu fügen. Was soll ich sagen, bis das Ganze eine knetbare oder gar wirkbare Masse gab musste noch eine Hand voll Mehl dazu und noch eine und noch eine und…. Alles in allem wurde aus meinem geplanten 600g Brot also ein (geschätzt) 1.2 kg Koloss, dem beim Backen auch noch der Pelz geplatzt ist

Bereits im ähm auf dem Gärkörbchen wusste der Teig nicht so recht wo hin mit seiner Masse:

Auch im Backofen reichte mein schmales Backblech gerade so aus, dass nichts links und rechts runter hin und wenn man das Ergebnis so mit seinen Vorgängern vergleicht… das Holzbrett ist das Selbe:

Wie ich dieses Monster – es schmeckt bestimmt mild, denn es ist hat gerade mal 400g Sauerteig – in meine kleine Brotkiste bekomme, weiß ich noch nicht. Über Nacht wird es erstmal im (ausgekühlten) Backofen bleiben und zur Not wird morgen ein Teil von eingefroren.

Vielleicht sollte ich mich doch mal nach einem Backrahmen umsehen, der den Abmessungen meiner Brotkiste entspricht, denn wird es „nur“ noch ganz dolle hoch…

Giesbert der erste – Schokoladiger Rührkuchen.

Einen Sauerteig gibt es auch in süß. Klingt komisch, ist aber so. Die einen heißen Hermann, die anderen heißen Robert, meiner heißt Gießbert und wohnt seit knapp zwei Wochen in meinem Kühlschrank. Heute war es nun so weit und ich habe den ersten Kuchen aus ihm gebacken. Natürlich nur aus einem Teil von ihm, der Rest steht als Generation 2 bereits wieder im Kühlschrank und sieht 10 frostigen Tagen mit wenig Futter und viel Umrühren entgegen.

Schüssel eins:
400g Mehl (Dinkel 630)
1 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
——————
vermischen (ich habe das Mehl gesiebt, dass alles etwas lockerer wird)

dazu: 180g Giesbert

Schüssel 2:
1/2 Stück Butter
1 Ei
80g Zucker
—————-
verzauberstabt (=schaumig schlagen)

Alles zusammen rühren, dazu noch 350ml Milch und eine Hand voll Schokotropfen (grob gehackte Zartbitterschokolade) untermischen.

Das Ganze in eine gefettete Kastenform und 50 Minuten bei vorgeheizten 180°C backen. Nach dem Abkühlen noch mit Schokoladenglasur (geschmolzene Zartbitterschokolade) so wie bunten Streuseln aufgehüpscht und *Trommelwirbel* hier ist das Ergebnis:

Generation 5

Irgendwie ist es faszinierend, was aus Mehl und Wasser entsteht. Mein Sauerteig steht inzwischen in 6ter Generation im Kühlschrank und stellt in Sachen Wachsen jede Hefe in den Schatten.

Hier das Brot aus der 5ten Generation, dieses Mal mit einer Hand voll Kümmel – ich liebe Kümmel im Brot – und einem Löffel voll Leinsamen:

…noch komme ich mit mit Zählen

Es ist….

…ein BROT!

Zugegeben etwas dunkel und es wird gut knuspern morgen beim Frühstück, aber aller Anfang ist ein Anfang und Rezepte nunmal für größere Brote als ich haben will und tja da war es wohl zu lange im Ofen.

Das „Rezept“ ist denkbar simpel:
Mehl und Sauerteig in gleichen Mengen, halb so viele ml Wasser wie es g Mehl sind, eine Priese Salz (aber tunlichst vorher neues Anstellgut abnehmen) und – mal wieder – Zeit.
Kneten, gehen Lassen, Backen (aber eben keine ganze Stunde *knirsch*)

edit: am nächsten Morgen in angeschnitten:

Tamateigi goes Backofen

Gestern Abend war es dann also so weit, meine erste Portion richtiger Sauerteig wurde backfertig gemacht. Alles noch sehr flüssig und pappig, aber das wohl normal beim ersten Start.

Auf jeden Fall roch es gestern Abend dann so lecker bei mir in der Wohnung, dass ich gleich den Ansatz „für’s nächste Mal“ angefangen habe zu füttern um ihn heute Abend dann in den Ofen schieben zu können.

Tja was soll ich sagen, mein Lieblingsbäcker sieht nun alt aus…. es schmeckt so lecker wie’s roch:

Wer braucht schon einen Tamagotchi

Wer braucht schon einen Tamagotchi, wenn er einen Sauerteig hat

Meine neueste Errungenschaft, gefunden gestern Abend bei Rewe, ist ein 3.1Liter Einmachglas!!! Gesehen, gekauft und auch gleich den nächsten Versuch „Tamateigi“ gestartet. Rühren, Füttern, gut Zureden, Gassi gehen – naja wir wollen es nicht übertreiben *g*

Dieses Mal ohne Küchenwaage, ohne Tütchenkram und einfach nur Mehl, Wasser und stehen lassen (warum habe ich mich eigentlich dazu verleiten lassen mein beim Backen längst bewährtes „einfach drauf los das klappt schon“-Prinzip nicht gleich zu nutzen? )
Egal, dieses Mal wird es funktionieren, ich weiß es und zwar ganz ohne Überlaufen, Fladenbrot oder Verzweifeln.

Hugo der Erste

Darf ich vorstellen: Hugo der Erste – mein Erstlingswerk Sauerteigbrot.

Hugo wollte kein gewöhnliches Brot werden. Hugo wollte ein Fladenbrot werden. Also räkelte er sich das Gärkörbchen verlassen im Backofen nach allen horizontalen Seiten und wurde ein Fladenbrot:

Hugo der Zweite steht bereits in seinen Anfängen auf der Fensterbank und fängt hoffentlich bald an leise vor sich hin zu blubbern:

Dann werde ich auch weniger Wasser nehmen um den Teig etwas zäher zu halten.