Kombucha der Neue

Hier wohnt ja schon seit vielen Monaten – oder sind es schon Jahre ? – ein kleiner Schwabbeln namens Kombucha-Pilz.

Das ist ein sehr pflegeleichter Mitbewohner. Einmal die Woche koche ich ihm frischen Tee mit ganz viel Zucker drinnen. So etwa 4 bis 5 große Esslöffel in den Liter Tee.

Er mag aber keinen heißen Tee. Also bleibt der Tee eifach etwas stehen, bis er auf irgendwas um die 30 Grad ausgekühlt *check* ist.

In dem kalten, süssen Tee schwimmt er dann etwa eine Woche lang drin rum.

Dabei mampft er den Zucker aus dem Tee und pupst ein Wenig Blubber in den Tee. Drum ist da kein fester Deckel drauf, sondern etwas luftgasdurchlässiges.

Nach der Woche (oder wenn wir halt gerade dran denken und Zeit haben), wird der vollgepupste Tee durch ein Sieb gekippt.

Dann haben wir leckeres Kombuchagetränk und der kleine Schwabbeln bekommt ein neues süsses Schwimmbad für die wieder nächste Woche.

Nun hat die Menschin – ja, sie war mal wieder online shoppen – einen Roy angeschleppt. Das ist auch ein Kombucha. Aber mit Namen.

Aber *nanu* da ist ja gar kein Schwabbel drinnen, sondern nur Flüssigkeit. Haben die den vergessen?

Nein, haben sie nicht, steht in der Anleitung.

In der Anleitung steht noch ganz viel mehr.

Schwarzer und grüner Tee soll es sein. Hmmm… so ist denn…

Braucht schwarzer und grüner Tee nicht eine ganz andere Wassertemperatur? Na egal, wenn die das schreiben…. Gefunden: ein grüner und ein schwarzer Beutel.

Dann kochen wir den mal.

Und genau acht Minuten soll der ziehen, schreiben die. Wird gemacht!

Jetzt brauchen wir ein Gefäss, in das anderthalb Liter rein passen.
Sorry, Menschin – die nächsten zwei Wochen gibt’s kein kühlschrankkaltes Wasser zu trinken. Ich brauche die Flasche!

Das Wasser sollen wir genau abmessen. *drei im Becher, sieben im Pelz*

Der Zucker für den Tee, das sollen genau 90g sein. Bekomme ich hin!

Das Wasser in die Flasche…

…und den Tee oben drauf…

…und jetzt den Inhalt der Tüte dazu.

Das Ganze nicht luftdicht verschließen…

…und Warten. Bis zu zwei Wochen lang. Puh – Warten ist doof.

Zwei Wochen später brauche ich noch mehr Gläser.

Ui, der Roy, der kann ja auch schwabbeln. Sogar ein Flugschwabbel ist das!

Wie bekomme ich jetzt den großen Schwabbeln durch den engen Flaschenhals?

Damit könnte es mungotionieren.

Die Anleitung sagt, man soll den Roy dann mit Saft oder Früchten füttern. Die Hälfte davon (ein Glas, in das alles reinpasst, habe ich sowieso nicht gefunden) bekommt Orangensäft.

In das zweite Glas habe ich ein Schnäuzchen voll Erdbeeren geschupst.

Und jetzt – genau: wieder warten. Ich koch solange schonmal Tee für Schwabbeln eins, der ist nämlich schon das übernächste Mal umzugsreif inzwischen.

Weitere vier Tage später haben wir dann die Erdbeeren rausgefischt, alles nochmal durch ein Sieb gekippt und *Trommelwirbel*…

..haben leckeres Kobuchagetränkt mit Erdbeergeschmack. Lecker ist er ja. Aber unser altbewährtes Verfahren mit Abwiegen frei Schnäuzchen und einfach den Tee nehmen, der gerade vorne steht, gibt auch ein sehr leckeres Ergebnis. Mit weniger Kücheputzen.

Na wir werden sehen. Den Schwabbel von Roy und einen großen Schluck ohne Saft haben wir auf jeden Fall aufgehoben und in neuen süssen Tee (ja, mit genau 90g Zucker) geschupst. Gut schwimm!

Ein mungomässiger Ausflug

Meine Menschin ist eben doch die Beste!
Die Fahrt hinten auf dem Rad oder gar im Rucksack gehört der Vergangenheit an. Unser Lieblingsdfortbewegunsmittel hat jetzt einen Mungo-Transportkorb!

Der wurde heute direkt ausgeführt. Ab ins Grüne (also noch grüner, als es bei uns sowieso schon ist).

Es ging an einen unserer liebsten Orte. Nicht weit weg, aber doch so fern von all dem Alltagswahnsinn.

Starzlach, war kommen!

Die Menschen haben ein Steinmännchen gebaut.

Ja gut, einen ausgewachsenen Steinmann!

Hier blühen die Erdbeeren. Da komme ich in ein paar Wochen wieder und vermungo Euch.

Oh, da schwimmt ein Holzfloß.

Ob das… ・vorsichtig drauf pfot・…

…ooops. Nein, das ist kein Mungoboot.

・tropf・Wie erfrischend ・tropf・ so ein Bad doch ・tropf・ ist. Und die Menschin hat sowieso gesagt, ich sollte mir mal den letzten Schokopudding ab・tropf・waschen.

Also ich lieg dann mal genau hier in der Sonne (und trockne). Sooo schön.

Ganz viele Bohnen ganz ohne Dosen

Mögt ihr auch so gerne diese dicken Bohnen in Tomatensoße? Ich liebe die ja als Abendessen (zu frisch gebackenem Brot dazu).

Aber leider sind die zur Zeit kaum irgendwo zu bekommen. Was machen die Menschen eigentlich alle mit diesen Konserven und dem Klopapier?
Selbst ist Das.Mungo und so haben wir da eine Quelle (Danke, Menschinnenmama) gefunden, die – nicht ganz so große aber ganz ähnlich schmeckende – Bohnen aufgetrieben hat.

Die sollten so für das ein oder andere Abendessen reichen.

Da es sich ja lohnen soll die Küche einzutomaten, haben wir gleich mal reichlich davon in einen großen Topf geschüttet und Wasser drauf, dass die über Nacht einweichen können.

Solange schonmal Gläser gespült und bereitgestellt. Wer braucht schon Blechdosen.

Am nächsten Morgen haben wir ganz schön irritiert aus den Streifen geguckt. Wir hatten das wohl etwas unterschätzt wieviel Wasser so eine Bohne schlürft und wie dick die dann über Nacht wird. Der Topf, der ist jetzt jedenfalls zu klein.

Nur gut, dass wir noch den ganz großen Marmeladenkochtopf im Schrank stehen hatten. Also sind die Bohnen eben umgezogen.

Während die Bohnen leise vor sich hin blubberkochen, kümmern wir uns um die Tomatensoße. Na etwas kreativer (und mehr) werden wir da schon, lieber Guinness.

Genau, erstmal *schniiief* Zwiebeln kleindrrrren.

Och nö, das italienische Olivenöl ist alle und das jetzt wo wir doch so schnell kein neues kaufen können so ohne Urlaub und so.

Möhren sind noch da. Einmal klein-d-r-r-r-e-n.

Die Zwiebeln – in nicht italienischem – Öl schön andrrrren…

…und mit den Möhren und jeder Menge Gewürzen wird eine lecker duftende Tomatensoße drrrraus.

Mittlerweile sind die Bohnen weich geworden und kommen – unter strenger Aufsicht des Rudelschefs – in die wartenden Gläser.

Jetzt schnell die noch blubbernde Tomatensoße drauf…

…und die Deckel ganz feste zugedrrreht. Ja, das sind viele Bohnen geworden und es hat sich mal wieder bewährt, dass wir so viel Bionella und Mandelmuß mampfen; so sind immer noch irgendwo ein paar leere Gläser zu finden. Und so lohnt es sich jetzt die Küche zu putzen von der Menschin putzen zu lassen.

Das kleine Glas da, da gibt es heute zum Abendessen. Ich bin gespannt!