Bären in Gläsern.

Freitagmittag, kurz nach Feierabend und die Sonne lacht.

Ab auf“s Fahrrad gemungot und los.

Kaum aus der Stadt draußen, hat mich die Menschin in einen Wald gestrampelt. Einen Wald, in dem es ganz eigenartig nach Knoblauch gerochen hat. Ein Knoblauchwald? Wächst Knoblauch etwa doch auf Bäumen?

Halt, hier links! Da kommt der Duft her…

Knoblauch wächst natürlich nicht auf Bäumen, aber Bärlauch, der wächst unter den Bäumen.

Hier tut er das in rauen Mengen…

…so weit das Auge reicht.

Geschmackstest: ja, das ist Bärlauch. Kein Maiglöckchen weit und breit. Hoffentlich.

So viel konnten wir gar nicht pflücken, wie wir uns gefreut haben, diese Stelle verraten bekommen zu haben.

Pflücken und Pfötchen lecken und pflücken und Pfötchen lecken und die Schätze im Fahrradkorb verstauen. Da musste spontan der Menschin ihr Halstuch als Transportverpackung herhalten. Nicht dass wir unterwegs noch was verlieren. Das wäre ja schade drum!

Als der Korb fast voll war – und man dem Wald gar nicht angesehen hat, dass da auch nur ein einziges Blättchen fehlt – alles gut einwickeln und ab nach Hause. Eine Duftwolke hinter uns her wehend.

Daheim angekommen haben wir unsere Beute gleich ausgewickelt…

… und ganz vorsichtig gewaschen.

Ein Wenig trocknen lassen die ganzen Blätter…

…und in Ermangelung von Pinienkernen ein Schnäuzchen voll Mandeln anrösten.

Etwas Sesam passt auch noch dazu.

Die abgetrockneten Blätter grob hacken…

…und alles zusammen in den Mixer.

Noch einen großen Schluck Olivenöl dazu, dass es besser flutscht.

Nachdem man mungo mensch den in der gesamten Küche verteilten Sesam wieder aufgefegt hat, um Punkt 15 Uhr den Mixer anstellen…

…und zusehen wie aus den frischen Blättern giftgrüne Pesto wird.

Zu guter Letzt die Pesto in kleine Gläschen füllen. Ja, das mit den Einmachgläsern ist Ende April ist so eine Sache. Ist nicht, wegen nicht vorhanden. In unseren ist leider nach wie vor viel zu viel Pflaumenmarmelade drinnen und zu kaufen gibt es gerade nur Geranien und Grillanzünder. Aber was ein echtes Mungo ist, das weiss sich zu helfen.

Menschin, heute Abend gibt’s dann Essiggurken mit Apfelmus! Die liegen schon auf’nem Teller im Kühlschrank. Ich habe die Gläser gebraucht.

2 Gedanken zu „Bären in Gläsern.“

Schreibe einen Kommentar