Brot mal anders

Es ist Feiertag. Und die Brotkiste ist leer. Na gut, nicht ganz leer, aber Brot ist auf jeden Fall keins mehr drinnen.

Die Mehlbeisse können wir heute nicht anwerfen, sonst klingelt gleich wieder irgend so ein spießiger Nebenanbewohner und beschwert sich, nicht schlafen zu können am helllichten Tag.

Die Menschin hatte sich aber doch vor gar nicht all zu langer Zeit ein Rezept geben lassen, da braucht’s gar kein Mehl, für das Brot.

*such*

Ha, hier ist es!

Die Zutaten dafür sollten wir eigentlich da haben.

Was gibt denn die Backschublade so her?

Nüsse sind noch von den Keksen übrig, die gerade im Ofen vor sich hin duften.

Brotgewürz? Na klar, das steht zwar nicht im Rezept, aber das passt da bestimmt rein.

Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne wären auch gefunden…

..die müssen nur noch gehackt werden *auskipp*

*hack*

*hüpf*

*flipp*

Diese Dinger sind vielleicht widerspenstig. Die hüpfen einfach unter dem Messer raus und verteilen sich in der ganzen Küche. Kennt ihr dieses Spiel mit dem Fliegenpilz und den kleinen Plastikchips? Die man in den Pilz rein flippen muss? Das geht auch mit Kürbiskernen. Bestimmt.

Menschin, hier Dein Kaffee – aber gut kauen!

Wir waren uns dann schnell einig, dass „gehackt“ einfach nur heisst, jeder Kürbis- und jeder Sonnenblumenkern ist mindestens einmal angeschnitten.

Der Leinsamen ist zum Glück schon geschrotet in seiner Tüte.

Noch die Chiasamen dazu…

..und vom Salz darf’s auch etwas mehr als der im Rezept angegebene Teelöffel für die ganze Schüssel sein.

Zum Schluss noch einen kleinen Schluck Öl dazu…

…und alles gut durchrühren.

Jetzt muss der Teig gut durchweichen.

Eine Spülmaschinenladung lang, ist eine angemessene Zeit und danach sind dann auch die Keksback-Schüsseln wieder entpappt.

So lange schonmal die Backform einfetten…

…und – drei Stunden später – den gut durchgeweichten Teigin die Backform stecken.

Gebacken habe wir unser Brot eine Stunde und es dann einen ausgedehnten Spaziergang lang im auskühlenden Ofen nachziehen lassen.

Jetzt muss das Brot nur noch auskühlen, dann können wir es probierrrrren.

Da davon auszugehen ist, dass das Brot drrrrastisch lecker schmeckt, gibt’s das Rezept gerne gleich:

100g gemahlener Leinsamen
100g gemahlene Nüsse
150g gehackte Sonnenblumenkerne
150g gehackte Kürbiskerne
3EL Chiasamen
2EL Hefeflocken
4 EL Flohsamen (haben wir weggelassen, wegen keine da)
2EL Öl
350ml Wasser
1EL Agavendicksaft
1TL Salz (bei uns sind 2 EL Kräutersalz drinnen)

Den Teig mehrere Stunden quellen lassen und dann mindestens 1 Stunde bei 180°C backen. Vor em Anschneiden komplett abkühlen lassen und dann genießen.

4 Gedanken zu „Brot mal anders“

  1. „Menschin, hier Dein Kaffee – aber gut kauen!“ – *laaach* der war gut 🙂

    wie schmecken eigentlich chiasamen? die habe ich schon öfters gesehen und würde die auch gerne mal probieren. sollen ja sehr gesund sein 🙂

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