Das.Mungo kauft Schokolade

Gestern in der Früh hat die Menschin gesagt, wenn ich mir zur Arbeit will, dann soll ich meinen Ausweis einpacken und was zu Futtern mitnehmen. Es könne länger dauern.

Gesagt, gemungot. Knut haben wir auf dem Firmenparkplatz abgestellt, die Menschin hat sich einen anderen Autoschlüssel abgeholt und wir sind in ein rotes Auto gestiegen.

Wo fahren wir denn hin?

Ach wir brauchen gar keine Karte? Wir haben eine Plappertante an Bord?

Na dann Schlüssel umdrehen und los geht’s. Ähm…. wo ist denn da der Schlüssel an dem Schlüssel? Du Menschin, die haben Dir einen halben Autoschlüssel gegeben….

Irgendwie ist es der Menschin dann gelungen mit diesem Schlüssel ohne Schlüssel das Auto zum brumbrum zu bringen und los ging’s.

Huch, das Auto verriegelt von alleine die Türen, wenn man losfährt? Na dann ist ja gut, dann kann auch kein Mungo verloren gehen.

Überhaupt war das ein komisches Auto. Beim ersten Anfahren ist es ganz lustig gehüpft. Die Menschin hat gesagt, sie ist einfach zu lange keinen Diesel mehr gefahren… habe ich nicht verstanden. Ich dachte, wir fahren Auto? Rotes Auto.

Das rote Auto hat an Ampeln einfach den Motor ausgemacht… und angezeigt, wann es denn gerne geschalten hätte, hat es auch… braucht’s sowas wirklich? Die Menschin hat gesagt, das braucht’s nicht.

Gut, dass ich nur mitfahren musste. Wo fahren wir denn nun hin?

Erst sind wir viele Kurven gefahren und es ging bergauf. Da kamen dann immer mehr Schilder mit einem A in einem Kringel drauf. Fahren wir etwa nach Auslandien? In der Tat, wir sind über die Grenze gefahren – drum also der Ausweis – und dann kam ein laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Tunnel. (Davon gibt’s keine Fotos, die Menschin musste ja fahren.)
Kaum waren wir aus dem Tunnel raus, da kamen schon wieder Kringel mit Buchstaben drinnen. Dieses Mal ein CH. Das heisst Schweiz. Genau genommen Confédération helvétique. Also ging es über noch eine Grenze.

Uiuiui, ist das alles spannend.

In dieser Schweiz hat die Menschin gesagt, soll ich ihr helfen aufzupassen, dass sie nicht schneller als 120 auf der Autobahn mungot. Denn das gäbe sonst ganz leicht einen ganz teuren Strafzettel. Und Strafzettel mit Firmenautos, die kosten Brotzeit. Nenene, die Brotzeit essen wir lieber selber. Also immer schön den Tacho im Blick.

Wir sind also gefahren und Tunnel gefahren und gefahren und *gähn* noch mehr Tunnel gefahren… und dann kam schon wieder eine Grenze. Die Menschin hat gesagt, das ist Baden Württemberg. Noch mehr Ausland also. Die Stadt, in der wir ankamen, die ist aber ganz nahe an der Schweiz. Drum stehen da auch ganz lustige Schilder rum.

Wir haben dann das Auto geparkt und die Menschin ist in ein großes Haus gegangen. Besprechung hat sie das genannt. Eigentlich sollte ich ja im roten Auto auf sie warten, aber da in diesem Auto ganz striktes Krümelverbot herrschte, bin ich lieber – samt meinem Proviant – im Rucksack mit gemungot.

Die Menschin hat sich da mit anderen Menschen getroffen und die haben ganz viel schlaues Zeug geredet. Ich hab da ja nicht wirklich viel von verstanden, aber ich glaube, die Menschin, die hat das alles verstanden.

Als es dann schon Abend war, sind wir wieder aus dem Haus raus gekommen und es ging den ganzen Weg zurück.

Mitten drinnen ist die Menschin dann mal kurz von der Autobahn gefahren und hat an einem Supermarktparkplatz gehalten. Ich musste ihr ganz ganz feste versprechen, in der Tasche zu bleiben. Dann dürfe ich mit rein. Klar bleibe ich in der Tasche. So spannend ist ein Supermarkt jetzt auch wieder nicht. Warum sollte ich da schon rummungon wollen. Du willst doch eh nur eine Flasche Wasser, oder?

Wasser haben wir gekauft (und brav neben dem Auto getrunken – doofes Krümelverbot) aber was soll ich sagen… da war ein Regal… ich wäre ja zu gerne….

Es fiel mir schwer, in der Tasche zu bleiben, aber ich hatte es ja versprochen. Und ganz ohne Schokolade sind wir auch nicht weitergefahren. Das ist sie also, die berühmte schweizer Schokolade. Warum nur hat die Menschin die in den Kofferraum gesperrt….

Nachdem die Plappertante uns dann in den dritten Stau geschickt hatte, hat die Menschin sie ausgeschalten. Ich habe versucht, etwas mit ihr zu kuscheln, aber die war dann wohl beleidigt. Meinte noch, sie habe uns doch gesagt, dass es Behinderungen auf der Strecke, aber keine Ausweichroute gebe.

Auch ohne, oder gerade weil ohne, Plappertante sind wir als es schon dunkel war wieder nach Hause gekommen. War das ein langer Tag. Aber total mungomäßig spannend. Und guckt mal meine Ausbeute!

3 Gedanken zu „Das.Mungo kauft Schokolade“

  1. Wow, das Mungo in der Schweiz – und die Alpen stehen noch? *zwinker* Aber Baden-Württemberg als Ausland zu bezeichnen – Frechheit! *grummel* Dafür möchte ich mindestens zwei der leckeren Schwitzer Schokis haben, sonst gibt es saures!

    Eine etwas angesäuerte Merle

Schreibe einen Kommentar