Generation 5

Irgendwie ist es faszinierend, was aus Mehl und Wasser entsteht. Mein Sauerteig steht inzwischen in 6ter Generation im Kühlschrank und stellt in Sachen Wachsen jede Hefe in den Schatten.

Hier das Brot aus der 5ten Generation, dieses Mal mit einer Hand voll Kümmel – ich liebe Kümmel im Brot – und einem Löffel voll Leinsamen:

…noch komme ich mit mit Zählen

Es ist….

…ein BROT!

Zugegeben etwas dunkel und es wird gut knuspern morgen beim Frühstück, aber aller Anfang ist ein Anfang und Rezepte nunmal für größere Brote als ich haben will und tja da war es wohl zu lange im Ofen.

Das „Rezept“ ist denkbar simpel:
Mehl und Sauerteig in gleichen Mengen, halb so viele ml Wasser wie es g Mehl sind, eine Priese Salz (aber tunlichst vorher neues Anstellgut abnehmen) und – mal wieder – Zeit.
Kneten, gehen Lassen, Backen (aber eben keine ganze Stunde *knirsch*)

edit: am nächsten Morgen in angeschnitten:

Tamateigi goes Backofen

Gestern Abend war es dann also so weit, meine erste Portion richtiger Sauerteig wurde backfertig gemacht. Alles noch sehr flüssig und pappig, aber das wohl normal beim ersten Start.

Auf jeden Fall roch es gestern Abend dann so lecker bei mir in der Wohnung, dass ich gleich den Ansatz „für’s nächste Mal“ angefangen habe zu füttern um ihn heute Abend dann in den Ofen schieben zu können.

Tja was soll ich sagen, mein Lieblingsbäcker sieht nun alt aus…. es schmeckt so lecker wie’s roch:

Wer braucht schon einen Tamagotchi

Wer braucht schon einen Tamagotchi, wenn er einen Sauerteig hat

Meine neueste Errungenschaft, gefunden gestern Abend bei Rewe, ist ein 3.1Liter Einmachglas!!! Gesehen, gekauft und auch gleich den nächsten Versuch „Tamateigi“ gestartet. Rühren, Füttern, gut Zureden, Gassi gehen – naja wir wollen es nicht übertreiben *g*

Dieses Mal ohne Küchenwaage, ohne Tütchenkram und einfach nur Mehl, Wasser und stehen lassen (warum habe ich mich eigentlich dazu verleiten lassen mein beim Backen längst bewährtes „einfach drauf los das klappt schon“-Prinzip nicht gleich zu nutzen? )
Egal, dieses Mal wird es funktionieren, ich weiß es und zwar ganz ohne Überlaufen, Fladenbrot oder Verzweifeln.

Hugo der Erste

Darf ich vorstellen: Hugo der Erste – mein Erstlingswerk Sauerteigbrot.

Hugo wollte kein gewöhnliches Brot werden. Hugo wollte ein Fladenbrot werden. Also räkelte er sich das Gärkörbchen verlassen im Backofen nach allen horizontalen Seiten und wurde ein Fladenbrot:

Hugo der Zweite steht bereits in seinen Anfängen auf der Fensterbank und fängt hoffentlich bald an leise vor sich hin zu blubbern:

Dann werde ich auch weniger Wasser nehmen um den Teig etwas zäher zu halten.

C6H12O6 ——-> 2 CH3-CH(OH)-COOH

Genau, ich habe Sauerteig angesetzt und wage mich mal wieder ans Brot selber Backen:

50g Roggenmehl
100ml Wasser

Die Temperaturen in meiner Wohnung sind zwar recht gär-unfreundlich und derzeit steht das Honigglas, das heute Morgen passender Weise leer wurde, sicherheitshalber auf der Heizung, aber wir werden sehen.

Update gut 48 Stunden später: Trotzt übler Beleidigungen und Beschimpfungen tut der Inhalt meines Honigglases gar nicht der gleichen sauer zu werden… von „fütter mich“ keine Spur…. ich lass ihn mal stehen, aber ich fürchte das Experiment muss auf Sommer vertagt werden. Schade eigentlich.

Der Aufstieg des Kekses

Nein, nicht zu „von und zu Schokolade“, sondern vom Unterteller zum Tassenrand.

Da habe ich doch glatt Plätzchenausstecher der Marke „muss ich haben“ entdeckt und diese helfen den armen die Welt vom Unterteller aus sehen müssenden Keksen dazu den Überblick zu bekommen und die Sache vom Tassenrand aus überblicken zu dürfen – da freut sich der Keks.

Die Sonne ist aus Lebkuchen, das Herz ist ein ganz simples Butterplätzchen aus Butter, Puderzucker, Mehl, Vanille und einer Priese Salz.

Das funktioniert wirklich

Wie z.B. auf Amazon gesehen, gibt es nun doch schon Ausstecher für Kekse mit Text.

Musste ich natürlich haben und ausprobieren. Tja und wenn der Teig die richtige Konsistenz hat und die gewählte Beschriftung nicht zu viele Buchstaben benötigt, dann funktioniert das wirklich:

Und hier noch das Rezept dazu:

1/2 Becher Rübesirup (dieses gelben Grafschafter-Becher)
25g braunen Zucker
50g Butter

Lebkuchengewürz
250g Mehl
etwas Backpulver

mischen, kühlen, ausrollen, ausstechen und dann 14 Minuten bei 150°C backen.

Lecker !!!

Experimentalfrühstück

Seit eben kann ich meinen eigenen Joghurt machen. *freu*

Kaum war das Geschenkpapier abgewickelt – ok abgerupft *lach – habe ich mich auch gleich in die Küche gestürzt und meinen ersten eigenen Joghurt angesetzt. Man nehme 150g Joghurt, einen Liter Milch und einen Joghurtbereitern (Danke Elke!) und etwas Geduld. Klingt machbar.

Eine nähere Inspektion meines Kühlschrankes ergab neben einer undefinierbaren Menge Landliebe-Joghurt unbekannten Verfallsdatums genau einen Becher Bio-Joghurt von Lidl. H-Milch habe ich, aus der Zeit da ich Kaffee ohne Milch nicht runter bekam, sowieso noch in ausreichender Menge daheim.

Also Gläser ausspülen:

Auffüllen:

Und jetzt waaaaaaaaaaaaaaaaaaaarten……

Ach ja man merke:1 Liter Milch + 150g Joghurt unter der Randbedingung „Vermischen mit dem Zauberstab“ = Aufwischen , da so viel Milchschaum entsteht, dass ein 1.2 Liter Gefäß einfach überläuft.