Rapunzel, Rapunzel, lass Deinen Salat herunter.

Alles begann mit einem grünen Regenschirm. Die Menschin hat vor einiger Zeit jemanden mit einem tollen grünen Regenschirm, mit Rapunzel-Aufschrift, laufen gesehen. So einen wollte sie auch haben. Im Rapunzel-Laden hier in der Stadt konnte man ihr leider nicht weiter als bis zu „ja, die gab es mal“ helfen. Also schrieb sie – Facebook sei Dank – direkt an Rapunzel nach Legau.
Sie bekam nicht nur die erfreuliche Auskunft, im Laden dort gibt es noch grüne Regenschirme, sondern sie bekam direkt das Angebot, an einer Betriebsführung teilzunehmen. Immer am ersten Freitag im Monat finden offene (also nicht für komplette Gruppen, sondern gesammelte Einzelpersonen) Betriebsführung statt.
Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und am vergangenen Freitag war es dann so weit.

Nach einem salzpanierten Stück Autobahn und einem Stück Pampa, waren wir angekommen in Rapunzel City:

Auch wenn es umweltfreundlicher gewesen wäre, mit dem Fahrrad sind wir heute nicht gefahren. Dazu liegt dann doch etwa zu viel Schnee. Sogar im UnterLandallgäu.

Wo sind wir hier denn…

….da geht’s in die Kantine. Stellt Euch vor, hier gibt es nur einmal die Woche nicht-vegetarisches Essen. Drrrrastisch.

Da hinten im Turm wohnt sie wohl, die Rapunzel? Der Name Rapunzel kommt aber – wie wir gelernt haben – nicht von der Märchenfigur mit den laaaaaangen Haaren, sondern vom Rapunzel-Salat. Von diesem kleinen, widerstandsfähigen Pflänzchen, das auch im Winter unter der Schneedecke wächst und gedeiht.

Auf dem Parkplatz steht der Original Rapunzel-Bus. In einer (wir vermuten mal geheizten) Glasgarage.

Hier sieht man, wie weit Rapunzel inzwischen die ganze Welt erobert hat. Ein ursprünglich kleiner Laden in Augsburg, im Legau zum Zulieferer geworden, erobert die Welt.

Viel hat man nicht von der Produktion gesehen und ich hab mich auch brav in der Tasche der Menschin verdrrrt, aber da hinter der Glasscheibe, da werden gerade Linsen abgepackt…

…und da rote Bohnen..

…und hier das drrrrrastisch leckere Nussmus.

Geröstet wurden die Nüsse ein Stockwerk höher.

Es gibt auch ein Museum. Ein Bio-Museum. Dort steht z.B. der erste Backofen, in dem im ersten Rapunzelladen 1974 Brot gebacken und verkauft wurde.

Ganz viele drrrrastisch interessanten Informationen stehen da. Die Menschin war fasziniert und ich kam mit Lesen kaum hinterher.

Da steht sie. Die original Badewanne, in der in den Rapunzel-Anfängen das Müsli von Hand gemischt wurde. Es ist wohl noch gar nicht so lange her, dass es denen gelungen ist, eine Maschine zu finden, die das Müsli mischen kann ohne die Rosinen zu zerdrücken. So lange wurde in der Badewanne (und dann später in anderen großen Wannen) von Hand gemischt.

Im Museum fand sich dann aber doch noch ein Hinweis auf die Dame mit den langen Haaren:

Da es inzwischen wieder angefangen hatte zu schneien, war der Rückweg eine rechte Rutschpartie und wir waren doch froh, als wir wieder in der trockenen und unfrostigen Tiefgarage angekommen waren.

Selbstverständlich MIT grünem Regenschirm.

Na und Gummibärchen wurden selbstverfreilich auch mitgebracht. *drrr*

4 Gedanken zu „Rapunzel, Rapunzel, lass Deinen Salat herunter.“

  1. Jeden ersten Freitag im Monat. Wenn ihr Euren Besuch rechtzeitig plant, dann machen wir da einen Abstecher hin. Nächstes Jahr, so hiess es, gibt es auch einen weiteren gläsernen Produktionsgang, bei dem man wohl noch ein Stockwerk weiter dürfe.

    LG,
    Das.Sonnenkind

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