Skifahrer im August.

Auch wenn wir ja dachten, der Gürtel ist verrutscht, da waren tatsächlich Menschen mit Skiern. Im August.

Die haben Ihre Skier nicht nur den Berg hochgetragen, die sind damit den Berg runtergehüpft. Also nicht gefahren, sondern gehüpft.

Wo sind wir hier nur gelandet? Da müssen wir doch erstmal die Umgebung erkunden. Hier fahren Leute in einer orangenen Büchse an Seilen in der Luft rum. Sehr seltsam das alles…

Und da hinten, da sind diese Skihüpfedinger. Gleich mehrere davon. Leider ist ein großer Zaun außen rum, so dass man nicht viel von gesehen hat.

Guck mal, hier ist eine Tür, da kann man näher ran gehen.

Moment mal, das kostet Geld, da rein zu gehen.

Och drrrrr.

6 Euro wollen die dafür haben.

Och, drrrrrrrrrr!

Wisst ihr, wie viele Gummibärchen ich Euch dafür kaufen könnte?

Och drrrrrrrrrrrrrr, wir haben doch noch welche daheim und Du willst eh abnehmen.

Touché. Was will eine einzelne Menschin schon gegen zweifachen Gürteltierblick ausrichten.

Also Eintrittskarte kaufen, gut sichtbar auf den Gürtel kleben und rein ins Stadion.

Inzwischen haben die Skispringer anscheinend Mittagspause gemacht und wir konnten wirklich ganz nah ran. Die sehen schon ganz schön hoch aus, die Dinger.

Selbstverdrrrrt musste auch das Siegertreppchen Probegesessen werden. Also wenn Du, Knut, im Winter dann wieder von daheim aus im Fernsehen Skispringen aus Oberstdorf gucken dürfen solltest, dann kannst Du sagen: da hab ich auch schon auf dem ersten Platz gesessen *hihidrrrr*

Aber jetzt wollten wir uns diese ganz große Schanze schon noch etwas genauer zum Gürtel führen. Da gingen gaaaaanz viele Treppen hoch.

…und ein Aufzug.

Wir haben den Hinweis, da habe jemand seine Plüschtiere vergessen dezent ignoriert…

…und haben uns den Platz am Fenster ergattert.

Anmerkung der Menschen:
Liebe Urlauberin aus dem Osten Deutschlands, die Sie meinten, da habe jemand seine Plüschtiere vergessen! Meine Erklärung – in meinem besten Allgäuerisch – es seien keine Plüschtiere, sie gehören zu mir und einer davon macht gerade Urlaub im Allgäu, die war ernst gemeint. Auch ist mir Ihr Unbehagen auf den weiteren wenigen Metern gemeinsam im engen Schrägaufzug nicht verborgen geblieben. Keine Angst, im Allgäu sind nicht alle in diesem Maße verrückt. Es gibt auch noch wesentlich schlimmere Fälle. Die nennen sich dann n-o-r-m-a-l.

Aus dem zugegebener Maßen etwas abenteuerlich zu fahrenden Schrägaufzug ausgestiegen, sind wir dann noch mir einem normalen Aufzug noch weiter hoch gefahren. Zur Aussichtsplattform bitte!

Der Aufzug hatte es ganz schön eilig. Um so schneller waren wir oben angekommen.

Da hinten, da fahren die Skispringer los…

…und dann geht’s da runter. Uiuiuiui, ist das hoch. Drrrrrastisch. Und die Wiese zum Bremsen sieht so winzig aus!

Ui, da fuhr wieder dieses orangene Dingend.

Zu lange nach unten gucken, macht flau im Gürtel. Aber geradeausgucken, das war auch drrrrastisch.

Da gab es auch wieder solche Tafeln, wie Sokrates in Immenstadt schon gefunden hat. Auf denen stehen die Namen der Berge.

*les*

*guck*

Ein Fernglas gab es auch. Damit hat man die Berge noch besser gesehen.

Ui, auf diesem Schild, da ist der Mittag drauf. Den kennen wir. Den sehen wir vom Balkon aus.

Der sieht aber ganz schön klein aus von hier aus.

Was ist das denn? Kleine graue Häuser? Mit Schneekanonen dazwischen?

Und da sind sie wieder, die Menschen mit Skiern im August.

Wir haben noch eine Runde die Aussicht genossen und sind dann wieder runter gefahren. Dieses Mal waren wir ganz alleine im Aufzug. Komisch. Warum nur?
Das Fahrrad hatte brav vor dem Stadion auf uns gewartet und damit ging es wieder nach Hause. Immer am Wasser lang.

Auf dem Rückweg haben wir noch eine kleine Pause gemacht…

…und die Menschin hat ihre Pfoten in einem Nebenbach der Iller gekühlt. Sie meinte, es reiche schon, wenn ihr nach (am Ende insgesamt dann) 54 km s’Fidle weh tut. *hihidrrr*

6 Gedanken zu „Skifahrer im August.“

  1. Beeindruckende Fotos von der Springschanze. Zumal ich sie im Sommer noch nie gesehen habe, *lach* Die Urlauberin aus dem Osten wird jetzt zuhause garantiert erzählen, dass im Westen alle spinnen – womit sie vielleicht gar nicht mal so unrecht hat. *gg*

  2. Weeeeeeeltklaaaaaaasseeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee !!!!!!!!!!!!!

    Und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen …

    Doch:

    – „Touché. Was will eine einzelne Menschin schon gegen zweifachen Gürteltierblick ausrichten.“ hihihihmpffff

    – „Es gibt auch noch wesentlich schlimmere Fälle. Die nennen sich dann n-o-r-m-a-l.“ dicker Daumen hoch !!!

    – Heißt der Berg wirklich „Mittag“? Aha, wieder was gelernt.

    – Ein toller Ausflugstag, da werd ich schon neidisch, und noch 54km geradelt – Respekt.

    So langsam solltest Du aber doch an eine zweite Karriere als Fotografin denken Sonja!!!

    Näääääääää watt schööööööööööööön !!!

  3. Grandioser zweiter Teil eines dillotastischen Ausfluges!
    Das Siegertreppchen ist eindeutig für Gürteltiere geamcht worden, denke ich. Die komische Menschenfrau im Aufzug weiß ja gar nicht, daß bei ihr freiwillig kein Perlsack wohnen wollen würde….
    Die Fotos sind auch diesemal wirklich wunderschön geworden – und wie praktisch, daß die Berge wieder ihr Namensschilsd dabei hatten! 😀

    Ach ja: wie stark ist die Höhenangst, wenn einem beim Betrachten der Bilder hier schon der Popo kribbelt???

  4. Ich schließe mich an. Das sieht nach einem tollen Tag aus. Die Fotos sind der Hammer.

    Die Ostgoten machen einem echt überall das Leben schwer. Bei Männe im Chiemgau sitzen sie auch rum und sind nur am meckern. Er brummelte sie dann mit dem Vermerk, „sie können doch auch gerne wieder heim fahren“ an ^^ Er kann sich das erlauben.

    Aber 54km!? Ich wäre tot

  5. Ich schliesse mich allen Vorschreibern an…Ich bin begeistert…Hamma Bilder!!!…bin fasziniert von so viel Naturschönheit und werde diese Bilder nun mit in meine Träume nehmen…Danke Sonja und ihr knuffeligen Dillos für 54 km (unglaubliche Leistung!!! *Goldmedaille reich*) in wunderschönen Bildformaten und Wissenskunde 😀

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